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Heiter bis wolkig. Naturschauspiele in der niederländischen Malerei (1.6.-5.2.18, Köln, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud)

Unter dem Motto „heiter bis wolkig“ zeigt das Wallraf zwanzig „Himmelsbilder“ von Meistern wie Cuyp, van der Neer, Ruisdael oder Goyen. Im späten 16. Jahrhundert begannen die niederländischen Maler damit, den Himmel nicht mehr nur als Hintergrundkulisse zu nutzen, sondern verwandelten ihn in eine große Bühne, die bis zu 80 Prozent der Leinwand einnahm. Auf ihr ließen sie dann spektakuläre Naturschauspiele stattfinden. Wetterleuchten, Wolkenwirbel oder Sonnenglut faszinierten das Publikum. Gleichzeitig konnten die Künstler damit ihre Gebirgs-, Wald- oder Flusslandschaften in unterschiedliche Stimmungen versetzen. Dafür beobachteten sie die jeweiligen Wetterphänomene ganz genau und zwar schon lange bevor sich die Wissenschaft damit beschäftigte.

Bild: Aelbert Cuyp, Dordrecht 1620 – 1691 Dordrecht, Gewitter über Dordrecht, um 1645, Eichenholz, Stiftung Sammlung E.G. Bührle Zürich, Inv.Nr. 149

 

 

Rhodrick Tayali: My Roots - My Colors (1.-4.6., Bonn, Fabrik45)

Seine afrikanischen Wurzeln prägen seine Bilder - Bilder, die vor Farbe strahlen. Bilder, deren Farbkompositionen eine hypnotische Wirkung entfalten. Bilder mit einer Formsprache, die afrikanische und europäische Kulturen vereint. Der Kölner Künstler Rhodrick Tayali – Afrikaner und Europäer - wurde 1972 in Lusaka/Sambia geboren und ist aufgewachsen in Deutschland. Nach dem frühen Tod seiner Eltern verbrachte er seine Kindheit bis zum Fachabitur bei deutschen Pflegeeltern in Aachen. Während seiner Handwerkslehre und dem Studium an der FH-Aachen (Objektdesign) hatte er bereits erste Erfolge als Produktdesigner. Früh beeinflusst durch die Arbeit seines Vaters Henry Tayali, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Afrikas, entwickelte er seine eigene, spezifische Maltechnik und Kunst. Seine Malweise ist abstrakt expressiv.

 

 

Hier und Jetzt: Reena Spaulings (3.6.-27.8., Köln, Museum Ludwig)

Die aus mehreren Personen bestehende Protagonistin Reena Spaulings ist seit 2004 unter anderem als Künstlerin, Galeristin und Romanfigur in Erscheinung getreten. Die Rollen, in denen sie agiert, greifen ineinander. Mit dieser Strategie unterläuft sie die klassische Arbeitsteilung des Kunstsystems und verwischt die gängigen Hierarchien. Im künstlerischen Fokus Spaulings steht jedoch dezidiert die Malerei, die sie durch Performances erweitert und durch Kollaborationen öffnet.

Ihre Handschrift erscheint flexibel, liquide, veränderbar. Prägend für ihre Arbeitsweise ist die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Bezügen (institutionellen und ökonomischen, vor allem aber kunsthistorischen, literarischen und medialen), die sich aus Ort und Zeit einer jeden Ausstellungssituation ergeben. Hieraus entwickelt sie ihre inhaltliche Thematik und erprobt undogmatische Formen der Aufführungspraxis.

Bild: Reena Spaulings, Advisors, Detail 1 (Eleanor Cayre), 2016, Acrylfarbe auf Dibond, 86,4 x 66 cm, © Courtesy of the artist, Private Sammlung und Campoli Presti, London/Paris

 

 

Ricarda Giefer: Schwellenprozesse (15.6.-16.7., Bonn, Kult41)

Handelt es sich um ein Setting im Tätowierstudio oder um die Geburt eines Kindes? Die Bilder von Ricarda Giefer zeigen Szenen, Momentaufnahmen, bei denen nicht immer klar ist, was hier gerade passiert, passieren wird oder bereits passiert ist. Der Titel dieser Ausstellung soll darauf hindeuten, dass es um Verwandlung geht, eben um das Übertreten einer Seins-Schwelle, wie bei einer Geburt, beim Sterben oder bei einer Initiation. In Farbigkeit und Pinselduktus sind die Malereien expressiv und bewegen sich zwischen Horror und Anmut, Klischee und Authentizität, Realismus und Abstraktion. Die Kölner Malerin ist 2016 Mutter eines Sohnes geworden, schöpft also unmittelbar aus ihrer Biografie, wenn sie das Erlebnis der Geburt in einem Bilderzyklus verarbeitet. Sie hat Anfang des Jahres ihren Abschluss an der Kunstakademie Düsseldorf gemacht und arbeitet nun zusammen mit dem Kölner Konzeptkünstler und Bildhauer Steffen Ademmer in einem Gemeinschaftsatelier.

Die Galerie ist bei allen Veranstaltungen des Kult41 geöffnet. Es bieten sich z.B. die Kneipen-Donnerstage (Tumult) an. Der Fokus der etwas „anderen Galerie“ liegt auf der Förderung talentierter nicht etablierter Künstler. Ihnen will die Galerie einen Rahmen geben, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und Ausstellungserfahrungen zu sammeln.

 

 

Claudio Forner: MenschLichtKeit (22.-30.6., Bonn, Fabrik45)

Auf globaler Spurensuche nach MenschLichtKeit. Der Fotograf und UN-Mitarbeiter Claudio Forner präsentiert erstmalig seine Reisefotografien. Es ist die menschliche Seele, die der gebürtige Kolumbianer Claudio Forner auf seinen Reisen in die Metropolen der Welt einzufangen sucht.

Ob Abu Dhabi, Berlin, Bonn, Dakar, Fez, Hanoi, Kapstadt, Marrakesch, New York, Paris, Phuket, Rabat, San Jose, Tunis oder Warschau. Forners Fotografien sind beseelt, auch dort, wo Menschenleere die Bildkomposition dominiert.

Forner berührt und ergreift. Fast liebevoll, nahezu behutsam erfasst er in der Vielfalt der Orte, in die ihn seine Reisen als Mitarbeiter der Vereinten Nationen führen, das Verbindende der Menschen, egal an welchen Orten er ihnen begegnet.

www.plus.de

 

 

Nick Relph (25.4. - 25.6., Bonner Kunstverein)

Nick Relphs Fotografien, Skulpturen, Installationen und Videos nehmen oftmals Bezug auf die Popkultur. Sie verweisen auf Bilder aus Werbung, Mode, Musik und Kunst. Für seine vielschichtigen Arbeiten nutzt Relph bei der Nachbearbeitung oft unterschiedliche analoge und digitale Techniken, woraus sich gelegentlich ein Abstraktionsprozess ergibt.

Die Ausstellung setzt sich aus einer Reihe von Videocollagen zusammen – darunter zwei neue Auftragsarbeiten. Für ‘What’s Going On Here’ (2017) verwendet Relph Bilder, die von Plakatwänden an Baustellen in New York stammen. Der Künstler hat die von Dreck und Graffiti bedeckten Architekturrenderings mithilfe eines tragbaren Handscanners eingefangen. Sie muten als fragmentarische Details einer Stadt an, die intensiv umgestaltet und -gebaut wird. ‘Corrupt Punk Composite’ (2017) greift das Material eines früheren Videos mit dem Titel ‘The Punk and Her Music’ (2010) auf. Der Film collagiert Aufnahmen, die Relph in London kürzlich gemacht hat, mit Ton und Bildern aus anderen Quellen wie französischen und japanischen Fernsehdokumentationen über die Punk-Subkultur der 1980er Jahre in Großbritannien.

Zusätzlich zu diesen beiden Filmen wird der Film ‘Jazz Hands’(2011) in der Ausstellung gezeigt, der gänzlich aus Standbildern besteht. Er setzt die Abbildungen zweier Bücher – eine Monografie über Isa Genzken und eine über das Leben und Werk des Modedesigners Ralph Lauren – miteinander in Beziehung. Der Soundtrack des Films wurde in den 1970er Jahren von dem französischen Ornithologen Jean-Claude Roché aufgenommen. Gerüchten zufolge wurden die Vogelstimmen mit weiteren Soundeffekten untermalt. Die Ausstellung im Bonner Kunstverein ist Relphs erste Einzelausstellung in Deutschland.

 

 

Comics! Mangas! Graphic Novels! (7.5.-10.9., Bonn, Kunsthalle)

Mit über 250 Exponaten aus den USA, Europa und Japan ist „Comics! Mangas! Graphic Novels!“ die bisher umfangreichste Ausstellung zur Geschichte dieser Gattung in Deutschland. Gesonderte Bereiche der Ausstellung sind Europa und Japan gewidmet, wo sich nach dem Zweiten Weltkrieg ganz eigene Traditionen ausbildeten.

Der Comic war das erste Bild-Massenmedium der Geschichte. Ende des 19. Jahrhunderts erreichten die großen Tageszeitungen der USA damit Millionen von Lesern – und zwar Tag für Tag und sonntags in Farbe. Adressat war in erster Linie der erwachsene Zeitungsleser und erst dann Kinder und Jugendliche. Serien wie Winsor McCays Little Nemo in Slumberland oder Krazy Kat von George Herriman zeugen bis heute von der kulturellen Bedeutung des Mediums.

Mit dem Aufkommen der "comic books" und der Superhelden in den frühen 1930er-Jahren entwickelte sich um den Comic die erste mediale Jugendkultur, lange vor Bill Haley und dem Rock’n’Roll. Mit Künstlern wie Robert Crumb oder Will Eisner und Figuren wie Asterix oder Barbarella gewann der Comic in den 1960er-Jahren auch zunehmend wieder ältere Leser. Im Zuge des kulturellen Wandels um 1968 avancieren sie zur „neunten Kunst“ und mit dem Phänomen der „Graphic Novel“ erleben wir heute die Entdeckung auch ihres bisher ignorierten literarischen Potentials. Zugleich hat sich der Manga als globales Phänomen etabliert.

 

 

Diet Sauer: „Strichweise heiter – Der diskrete Charme der Ironie“ (18.5.-11.6., Kult41, Bonn)

„Das Bild im Kopf erzwingt das Bild auf der Leinwand.“ So könnte das Credo der Kunst von Diet Sauer lauten. Es ist ihm weniger eine Frage des Wollens als viel mehr eine Frage des Müssens aus dem Inneren. Der Künstler aus der Bonner Altstadt, Autodidakt und Quereinsteiger (oder eher Querschläger?) zeigt sich hier von seiner humoristischen Seite. Von der leichten Humoreske über Satire bis zur massiven Gesellschaftskritik mit dem ein oder anderen bissigen optischen Kommentar zum Wahnsinn und der Bitterkeit der aktuellen Weltpolitik, gibt er hier und heute im Kult41 eine Kostprobe seines Schaffens.

Die Galerie ist bei allen Veranstaltungen des Kult41 geöffnet. Es bieten sich z.B. die Kneipen-Donnerstage (Tumult) an. Der Fokus der etwas „anderen Galerie“ liegt auf der Förderung talentierter nicht etablierter Künstler. Ihnen will die Galerie einen Rahmen geben, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und Ausstellungserfahrungen zu sammeln.

 

 

Klaus Mettig: „Reisender ohne Fahrschein“ (6.4.-9.7., LandesMuseum, Bonn)

Seit Jahrzehnten ist der Düsseldorfer Fotograf Klaus Mettig weltweit unterwegs; seine Arbeiten dokumentieren die ihm bei seinen Reisen begegnenden Situationen in ihrer ganzen Komplexität und Wahrhaftigkeit. Im Zentrum der Ausstellung „Reisender ohne Fahrschein“ stehen großformatige und ungewöhnlich detailreiche Tableaufotografien von jeweils 125 x 375 cm aus den Jahren 2005-2012. Sie zeigen Szenen aus Großstädten und Metropolen wie Ramallah, Delhi, Shanghai und New York. Die Fotografien fangen das Charakteristische und Unverwechselbare eines Landes und einer Stadt ein, ohne dabei voyeuristisch oder wertend zu sein.

Die Ausstellung erlaubt erstmals ein Einblick in Klaus Mettigs Arbeitsweise: Für ihn ist der wiederholte Zu- und Rückgriff auf das eigene umfangreiche Bildarchiv zentraler Bestandteil des künstlerischen Prozess: Die Auswahl des „richtigen“ Motives, die Entscheidung für das passende Format und die gewünschte Präsentationsform ergeben sich „von Bild zu Bild“. Der Katalog ist ein umfangreiches, durch Klaus Mettig gestaltetes Künstlerbuch mit ca. 180 ganzseitigen Abbildungen.

 

 

Emil Otto Hoppé - Unveiling a Secret (6.4.-30.7., Köln, Die Photographische Sammlung / SK-Stiftung Kultur)

Der Photograph Emil Otto Hoppé (1878–1972) genoss zu Lebzeiten ein hohes Ansehen. 1902 ging der geborene Münchner nach London und etablierte sich dort rasch auf dem Gebiet des Portraits und der Landschaft. Das Thema der Industrie nimmt in seinem Gesamtwerk eine zentrale Rolle ein. Dieser Themenkomplex wird erstmals in der Breite vorgestellt und darüber hinaus werden Hoppés photographische Leistungen nach Jahrzehnten wieder in das Licht der Öffentlichkeit gerückt.

Mit Photographien von Bernd und Hilla Becher, Ruth Hallensleben, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Peter Weller und vielen mehr Der Industriedarstellung kommt im Bestand der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur vor allem anbindend an das photographische Oeuvre von Bernd und Hilla Becher eine wichtige Bedeutung zu. Die Zeitspanne der Ausstellung umfasst das Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er-Jahre.

Bild: E.O. Hoppé: The Sydney Harbour Bridge Under Construction, Sydney from North Sydney, 1930 © 2017 Curatorial Assistance, Inc. / E.O. Hoppé Estate Collection

 

 

Paris erwacht! Hittorffs Erfindung der Place de la Concorde (7.4.-9.7., Köln, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud)

Der Platz sah das Wüten der französischen Revolution, überstand die Wirren zweier Weltkriege, erlebte Massenjubel, Volkstrauer, Staatsfeierlichkeiten und steht damit wie kein zweiter öffentlicher Ort für die bewegte Geschichte einer ganzen Nation: Die Rede ist von der Place de la Concorde.

Doch nur wenige wissen, dass es ein junger deutscher Architekt war, der diesen Platz Anfang des 19. Jahrhunderts in ein urbanes Juwel verwandelte. Sein Name war Jakob Ignaz Hittorff. Das Wallraf-Richartz-Museum widmet ihm und seiner Neuerfindung des geschichtsträchtigen Ortes eine große Sonderausstellung.

Copyright: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln

 

 

Iran - Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste (13.4.-20.8., Bonn, Kunsthalle)

Vom ewigen Schnee auf den Gipfeln von Alborz und Zagros bis in die Gluthitze der Wüste Lut: Iran ist ein Land der Kontraste, ein Land der Extreme. Doch Wüsten und Gebirge umschließen fruchtbare Täler und üppige Oasen, ökologische Nischen, die seit der Sesshaftwerdung von Menschen bewohnt wurden. Hier entstanden zunächst Dörfer, bald Städte, in denen Handwerk und Handel blühten, schließlich Staaten, deren Namen aus der Korrespondenz und Auseinandersetzung mit Babylonien und später den Griechen überliefert sind. Hier wurzeln die iranischen Zivilisationen, deren Entwicklung im Aufstieg des achämenidischen Weltreichs gipfelte.

Die Berge boten Schutz und Rohstoffe, wilde Tiere und mythische Wesen bevölkerten die Wildnis, bezeugt durch ihre Darstellungen: die Tierkampfszenen auf Steingefäßen aus den erst vor kurzem entdeckten Gräberfeldern von Jiroft im Südostiran, die phantasievolle Malerei auf den Keramikgefäßen aus Susa, die Kampfszenen auf dem Goldbecher von Hasanlu. Die Ausstellung lüftet den Schleier vor den lange Zeit verborgenen Schätzen der iranischen Kulturen der Frühzeit, vom 7. Jahrtausend v. Chr. bis zum Aufstieg der Achämeniden im 1. Jahrtausend v. Chr., und sie öffnet Perspektiven auf eine in Europa wenig bekannte Bildwelt aus einem über Jahrzehnte verschlossenen Land.

Die Schätze aus den Gräbern zweier elamischer Prinzessinnen und die spektakulären Funde aus den Gräberfeldern von Jiroft werden erstmals außerhalb Irans gezeigt. In Kooperation mit dem National Museum of Iran und der Iranian Cultural Heritage, Handicrafts and Tourism Organization

 

 

Der persische Garten - Die Erfindung des Paradieses (13.4.-15.10., Bonn, Kunsthalle)

Zeitgleich beginnend zur Ausstellung „Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste“ lädt ein persischer Garten auf dem Museumsplatz bis in den Oktober hinein zum Verweilen und Genießen ein. In Iran gehören gleich mehrere Gärten und Gartenanlagen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Unser Garten ist keine Nachbildung eines bestimmten realen Gartens, vielmehr verdeutlicht er, dass die in Persien während der Antike entwickelte Gartenkunst bis heute unsere Vorstellung von einem idealtypischen Garten prägt – sei es im morgen- oder im abendländischen Kulturraum. Licht und Schatten, Hitze und Kühle, das beruhigende Plätschern von Wasser, der betörende Duft von Blumen – der Garten ist ein von Menschen gemachtes Paradies. Und nicht von ungefähr ist das Wort „Paradies“ ebenfalls ein Vermächtnis aus dem alten Persien.

Treten Sie ein und genießen Sie die paradiesische Atmosphäre unseres Persischen Gartens – einer Oase für die Sinne!

 

 

Katharina Sieverdings: Kunst und Kapital (11.3.-16.7., Bonn, Kunsthalle)

„Kein Bild ist denkbar ohne die Gesamtheit aller Bilder, die in der Welt sind.“ Katharina Sieverding gehört zu den international renommierten Künstlerinnen, die schon früh mit ungewöhnlichen Bildfindungen und einer innovativen medialen Kunstpraxis das künstlerische Potential der Fotografie erneuert haben. So gehört auch die Einführung des Großformates zu ihren essentiellen Ausstellungspraktiken zu einem Zeitpunkt, als es noch nicht selbstverständlich im Formatkanon war.

Bekannt geworden ist Sieverding durch die beispiellose Konsequenz, mit der sie filmisch und fotografisch ihr zum Teil extrem vergrößertes und auf vielfältige Weise manipuliertes Porträt seit den 1960er Jahren einsetzt und ab den 1970er Jahren die großformatigen Multilayer Montagen zur Weltlage – fast vorausschauend – erarbeitet und 1977 erstmalig auf der documenta 6 international veröffentlicht. Ihre künstlerische Praxis bildet die beschleunigten Bildprozesse der Gegenwart nicht nur ab, sondern hinterfragt sie kritisch im Sinne einer Verantwortung auch sich selbst gegenüber. Der retrospektive Charakter der Ausstellung zeigt sich in einem Überblick ihrer seriellen Fotoarbeiten von 1967 bis heute, ergänzt durch raumhohe Projektionen, die es der Künstlerin erlauben, die innovative Kraft ihres Bildarchivs zu visualisieren.

 

 

 

Bonner Hauptbahnhof: Eröffnung der längsten Open-Air-Kunstgalerie Bonns auf Gleis 1

Glitzer, Glamour und ein Flirt mit dem Pop: Es wird glamourös am Bonner Hauptbahnhof. Denn dort wurden jetzt in Kooperation mit dem NRW Forum Düsseldorf einzelne Werke der Ausstellung „Bling Bling Baby!“ präsentiert. „Die längste Open-Air-Kunstgalerie Bonns“ entführt die Reisenden bis voraussichtlich Ende April 2017 in einen bonbon-artigen, surrealen, glitzernden und unerhört frischen Kosmos.

Von Glam Fashion bis zur Naturpoesie, von der ironischen Inszenierung bis zum Pop-Porträt – die präsentierten Werke von Stars wie David Drebin, Martin Schoeler oder Esther Haase („Miami Nice“, Bild) sollen den Aufenthalt am Hauptbahnhof zu einem Erlebnis machen und die Zeit während der Baumaßnahmen zur Hallendachsanierung im Rahmen der Modernisierungskampagne #1von150: Moderne Bahnhöfe für NRW verkürzen.

 

 

 

Der andere Blick – Michelangelos Fresken (ab 17.6.2016, Odysseum Köln)

Vier Jahre seines Lebens hat Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle in Rom auf einem Gerüst verbracht, um der Nachwelt einen der größten Kunstschätze der Welt zu hinterlassen. Wer diesen Ort schon einmal besucht hat, weiß um die unglaubliche Wirkung der Deckenfresken. Wem dies bisher nicht vergönnt war, der kann ab 17. Juni 2016 die Meisterwerke der Sixtinischen Kapelle in Form von spektakulären Reproduktionen im Odysseum Köln bewundern.

Von der Erschaffung Adams bis hin zum Jüngsten Gericht haben die Macher der Ausstellung eine Szenerie erschaffen, um dem Besucher einen wahrhaft  „anderen Blick“ zu ermöglichen. Die Ausstellung „Der andere Blick“ kehrt die Situation um. Auf dem Gerüst steht diesmal nicht der Künstler, sondern der Besucher … Bild: Die Erschaffung Adams (© Can Stock Photo Inc. / savcoco)

 

 

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Kelten im Rheinland. Die neue Schatzkammer (Dauerausstellung, LandesMuseum Bonn)

Die Ausstellung „Kelten im Rheinland“ lässt die versunkene Kultur der Kelten rund um den einzigartigen Grabschatz der keltischen Fürstin von Waldalgesheim wieder auferstehen. Präsentiert werden die Highlights der international bedeutenden Sammlung keltischer Objekte des LVR-LandesMuseums Bonn. Sie umfasst zigtausende Funde aus der Zeit zwischen 500 v. Chr. bis zu den Eroberungszügen Caesars im Rheinland 58 - 51 v. Chr. Zu den bedeutendsten keltischen Kunstschätzen der Welt gehören bronzene Trinkservice und außergewöhnlich verzierter Goldschmuck als Beigaben für die Ewigkeit aus den Fürstengräbern von Weiskirchen, Wallerfangen und Waldalgesheim. Im Umfeld dieser Gräber erinnerten steinerne, mit Gesichtern verzierte Monumente wie der Pfeiler von Pfalzfeld an die hier ruhenden wohlhabenden Kelten. Dieser Reichtum war durch den europaweiten Handel mit keltischen Erzeugnissen wie Mahlsteinen und farbigen Glasarmringen hart erarbeitet.

Die Ausstellung lüftet das Geheimnis rund um die hochentwickelte keltische Eisengewinnung und -verarbeitung und veranschaulicht diese beispielhaft. Auch Materialien, die nur selten erhalten sind und den Restauratoren ihr gesamtes Können abverlangen, spielen eine bedeutende Rolle in der neuen Präsentation: Holzgeräte wie das älteste Wagenrad des Rheinlandes, ein Spielzeugschwert und eine Wäscheklammer gewähren faszinierende Einblicke in das Alltagsleben der Kelten im Rheinland vor über 2000 Jahren. Ihnen ergeht es wie vielen Völkern Europas: Römische und keltische Waffen aus der Zeit der Eroberungskriege Caesars künden vom drohenden Untergang. 

Zwar stemmen sich die Kelten unter Ambiorix, König des keltischen Stammes der Eburonen, anfänglich erfolgreich gegen die Eroberung, doch am Ende müssen sie sich der Militärmaschinerie Roms geschlagen geben. Dennoch lebt die keltische Kultur an Rhein und Mosel für Jahrhunderte weiter. Die Eroberer aus Rom sind fasziniert von dem unterlegenen Volk und integrieren Elemente des täglichen Lebens, der Religion und der Kunst in die römische Kultur.

 

 

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Bonner Kleinod - das Frauenmuseum

Das Frauenmuseum wurde von Marianne Pitzen, der heutigen Direktorin, und einer Gruppe interdisziplinär arbeitender Frauen 1981 gegründet. Damals war das Museum einzigartig in seiner Form und heute ist es eine international anerkannte Institution.

In den nun schon über 400 themengebundenen Ausstellungen und umfangreichen Begleitprogrammen arbeiten Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen zusammen, dabei entstehen sowohl Einzel- als auch Gruppenausstellungen.

Neben der bildenen Kunst wird mit weiblicher Kreativität und Vielfalt auch Tanz, Musik und Literatur gefördert.

 

Das Ägyptische Museum

Das Ägyptische Museum besteht seit März 2001. Der Grundstock geht in das 19. Jahrhundert zurück und gehörte damals noch zur Antikensammlung der Klassischen Archäologie. Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Bestand durch zahlreiche Stücke aus verschiedenen Grabungen in Ägypten erweitert. Die rund 700 Objekte der Dauerausstellung, wie vergoldete Mumienmasken und Götterfi guren, vermitteln einen lebendigen Eindruck der Hochkultur und des Totenkults am Nil. 

www.aegyptisches-museum.unibonn.de

 

Die zehn weltweit populärsten Kunstmuseen bei TripAdvisor: die Klassiker vorne - Deutschland nicht vertreten

München (ots) - In Deutschland lebende Kulturfreunde müssen sich wohl oder übel auf Reisen begeben, wenn sie eines der zehn weltweit populärsten Kunstmuseen besuchen möchten. Dies gilt zumindest, wenn man die aktuelle Rangliste von TripAdvisor, der weltweit größten Online-Reise-Community, zugrunde legt. Diese basiert auf der Anzahl der Mausklicks für die Museen auf den Webseiten von TripAdvisor. Hier liegen die Klassiker auf den vorderen Plätzen, während man ein deutsches Kunstmuseum in der Top-Ten-Liste vergeblich sucht. Die gute Nachricht ist, dass jede der Heimatstädte der populärsten Kunstmuseen auf jeden Fall eine Reise wert ist - ob mit oder ohne Museumsbesuch. mehr

 

 

Botanischer Garten der Universität Bonn

Aus einem alten Renaissance-Garten hervorgegangen, nennt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn einen der schönsten und traditionsreichsten Botanischen Gärten Deutschlands ihr eigen.

Rund 8000 Pflanzenarten, also das Vielfache der in der Bundesrepublik natürlich vorkommenden Arten, werden auf 6,5 Hektar kultiviert.

Man nimmt heute an, daß es weltweit etwa 30 Millionen verschiedene Pflanzen- und Tierarten gibt; davon sind knapp 1,4 Millionen Arten bekannt und mit einem wissenschaftlichen Namen belegt. Die restlichen 95 % werden wir nie mehr vollständig kennenlernen: Die Zerstörung der Habitate (insbesondere der Regenwälder) schreitet schneller voran als eine Bestandsaufnahme möglich ist.

Und gerade hier, in der dringend notwendigen Erforschung der Vielfalt und Ökologie sowie des Schutzes von

 

 

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www.bonner-galerien.de - Bonner Galerien stellen sich vor

XWorks - Museen und Galerien im Rheinland - Kunst- und Kulturführer Köln/Bonn/Rhein-Sieg.

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