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Wüste - Meer - Schöpfermythen: Aboriginal Art der Spinifex und der Yolnu (10.11.-4.2., Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln)

Die Ursprünge der als „Aboriginal Art“ bezeichneten Kunst liegen in der Sand-, Körper- und Felsenmalerei. Sie gilt als die älteste kontinuierliche Kunsttradition der Welt. Seit den 1990er Jahren interessiert sich zunehmend auch der internationale Kunstmarkt für die Werke der Aborigines, die zum Teil auf Auktionen in New York, London oder Paris hohe Preise erzielen. Auf der Suche nach ihrem Platz in der Moderne kämpfen Aborigines um den Erhalt, die Weiterentwicklung und die Anerkennung ihrer Kultur. Hierbei ist die Kunst nicht nur eine wichtige Ausdrucksform, sondern ermöglicht auch politischen Einfluss und wirtschaftliche Selbständigkeit.

Seit vielen Jahren organisieren sich Aborigines in „Community Art Centers“ und nutzen Malerei und Skulptur, um ihr kulturelles Erbe zu sichern und weiterzuentwickeln. Das RJM stellt in Kooperation mit der Freiburger Galerie „ArtKelch“ Werke der zwei führenden und wichtigsten Künstlerkooperativen einander gegenüber: dem Spinifex Arts Project aus der Great Victoria Desert in Westaustralien und dem Buku-Larrngay-Mulka Centre der indigenen Bevölkerung Yolnu im nordöstlich am Meer gelegenen Arnhemland. Während in der Wüste die moderne Malereibewegung der Aborigines erst Anfang der 1970er Jahre begann, gehört Kunst aus dem Arnhemland zu den frühen indigenen Kunstformen Australiens.

 

Honthorsts Anbetung der Hirten (17.11.-4.2., Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln)

Die „Anbetung der Hirten“ von Gerrit van Honthorst ist einer der absoluten Publikumslieblinge im Wallraf-Richartz-Museum – und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Der intime Blick des holländischen Meisters auf die Krippenszene ist einzigartig und macht das Bild zu einer der faszinierendsten Anbetungsszenen der Kunstgeschichte.

Mehr als ein Jahr war das Gemälde nicht mehr im Wallraf zu sehen, da es umfänglich restauriert und erforscht wurde. Nun erstrahlt das fast 400 Jahre alte Bild in neuem Glanz: heller, farbiger und sogar noch größer. Wie es dazu kam und welche erstaunlichen Geheimnisse das Forschungsteam lüften konnte, präsentiert das Kölner Museum in einer eigenen Sonderschau.

 

 

Salvador Ginard „Salva“ @ 30works II (25.11.-23.12., 30works Galerie II, Köln)

Eindringlich und verletzlich. Dabei erhobenen Hauptes und anmutig. Verunsichert, vielleicht sogar nachhaltig traumatisiert, dennoch selbstbewusst und offenen Blickes für das Gegenüber. Die Porträtwelten des spanischen Künstlers Salvador „Salva“ Ginard sind so verstörend wie betörend und scheinen voller Brüche zu stecken.

Doch letzten Endes zeigen sie genau das, was menschliche Entität ausmacht: Ein Kaleidoskop aller nur denkbaren charakterlichen Facetten, konträrer Gedanken und Gefühle, zuwider laufender Wünsche und Realitäten, die die Vorstellung von einer klar definierten Persönlichkeit gezielt unterlaufen. Und zeigen, dass ein Gesicht weniger wahre Identität, als vielmehr ein illusorisches Konstrukt ist. Das Gesicht als Spiegel der Seele: Salvador Ginard rückt diesem Theorem in seinen Werken höchst impulsiv zu Leibe und wagt den mutigen Versuch, das Metaphysische, das sinnbildlich Unfassbare sichtbar zu machen.

 

 

Ferdinand Hodler: Maler der frühen Moderne (bis 28.1.18, Kunsthalle, Bonn)

Ferdinand Hodler (1853–1918) zählt zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts. Innerhalb des Symbolismus und des Jugendstils, zu deren wichtigsten Vertretern er neben Edvard Munch und Gustav Klimt gehört, entwickelte er einen unverwechselbaren Kompositions- und Malstil.

Die Ausstellung Ferdinand Hodler. Maler der frühen Moderne in der Bundeskunsthalle ist seit fast 20 Jahren die erste umfangreiche Werkschau in Deutschland. Mit über 100 Gemälden erlaubt die Schau einen Einblick in das Schaffen des Künstlers an der Schwelle zur Moderne. Hodlers Tendenz zum Ornament, die formalen Wiederholungen, die starken Umrisse sowie die Wahl der Farben galten unter zeitgenössischen Kritikern als neuartig und eigenwillig, und seine beeindruckende Monumentalmalerei, die sich durch große Flächen und klare Konturen auszeichnet, stieß besonders in Deutschland auf großes Interesse.

 

 

James Rosenquist. Eintauchen ins Bild (18.11.-4.3.18, Museum Ludwig, Köln)

Mit der groß angelegten Ausstellung von James Rosenquist (1933-2017) stellt das Museum Ludwig die Werke dieses bedeutenden Künstlers der amerikanischen Pop Art dezidiert im Kontext ihrer kulturellen, sozialen und politischen Dimension vor. In der Zusammenschau mit teilweise noch nicht öffentlich präsentierten Archivunterlagen, vom Künstler als Quellenmaterial bezeichneten Collagen und vielen der zugrunde liegenden Originalanzeigen aus alten Life-Magazinen wird ein historischer Kosmos erschlossen. Denn die Bildfindungen von James Rosenquist resultieren in großem Maße aus seinem ausgesprochenen Interesse an den gesellschaftlichen und politischen Ereignissen seiner Zeit.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die beeindruckende Rauminstallation F-111, eine der Ikonen der Pop Ära. Rosenquist schuf sie 1964, inmitten eines der politisch turbulentesten Jahrzehnte der USA. Als Hauptmotiv wählte er das Kampfflugzeug F-111, die sich damals in der Entwicklung befindende neueste Hochtechnologiewaffe, und kombinierte es in verstörender Weise mit Bildern amerikanischen Alltagskonsums. Das Gemälde umschließt den Betrachter von allen Seiten. In eingebauten Aluminiumpanelen gespiegelt, wird er selbst Teil des Werkes und ist aufgefordert zu hinterfragen, was er sieht. Neben diesem Schlüsselwerk aus der Sammlung des MoMA präsentiert die Ausstellung mit Horse Blinders (1968-69) und Horizon Home Sweet Home (1970) erstmals gemeinsam alle drei Rauminstallationen, die Rosenquist für die legendäre Castelli Gallery schuf.

Das Bestreben, den/die BetrachterIn in das Bild hineinzuziehen, ihn visuell und physisch, emotional und intellektuell zu involvieren, spricht auch aus dem dreiteiligen Werkensemble The Swimmer in the Econo-mist, das Rosenquist 1997–1998 für Berlin schuf. Auf dem über 27 Meter langen Hauptgemälde werden Picassos Guernica wie auch andere Versatzstücke eigener und kollektiver Geschichte und Identität in einem verstörenden Zeitstrudel erfasst, der rasante Umbruchsituationen nicht nur deutscher Identität verbildlicht.

Die Ausstellung verfolgt den zentralen Aspekt des „Eintauchens ins Bild“, wie der Künstler es selbst nennt, und bietet gleichzeitig einen breit angelegten Überblick des Schaffens von James Rosenquist. Die collagehaften Gemälde der 1960er-Jahre, aus denen deutlich Rosenquists Herkunft als Plakatmaler riesiger Werbeflächen am Times Square spricht, sind gleichermaßen zu sehen wie biografisch motivierte Bilder der 1970er-Jahre oder Verarbeitungen kosmischer Raumphänomene in großformatigen späteren Gemälden.

James Rosenquist hat Konzept und Werkauswahl dieser Ausstellung noch selbst autorisiert und den Entwicklungsprozess von Beginn an begleitet. Nun wird dies die erste große Museumsausstellung als Hommage an den am 31. März diesen Jahres verstorbenen Künstler.

Bild: James Rosenquist: President Elect, 1960–61/1964, Centre Georges Pompidou, © Estate of James Rosenquist/VG Bild-Kunst Bonn, 2017

 

 

Enke Sameikhah: „Collagen aus Stein, Licht und Metall“ (29.11.-17.12., Bonn, Kult41)

Steine wollen ans Licht! Und ausgerechnet mir haben sie es gesagt: „Wir wollen 'raus aus der Sammelschublade und du weißt, was sie dir beim nächsten Umzug sagen werden: Steine sammeln... geht's noch?!?“ Halbedelsteine, Kristalle, Achate, Metalle, Schiefer und ein auf dem Flohmarkt gefundener Lötkolben geben sich ein unerwartetes Stelldichein. Gastkünstler, Musik und Überraschungen sind nicht ausgeschlossen!

Die Galerie ist bei allen Veranstaltungen des Kult41 geöffnet. Es bieten sich z.B. die Kneipen-Donnerstage (Tumult) an. Der Fokus der etwas „anderen Galerie“ liegt auf der Förderung talentierter nicht etablierter Künstler. Ihnen will die Galerie einen Rahmen geben, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und Ausstellungserfahrungen zu sammeln.

 

 

 

Tintoretto - A Star was Born (6.10.-28.1.2018, Köln, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud)

Als erstes Museum startet das Wallraf den internationalen Reigen von hochkarätigen Ausstellungen zum 500. Geburtstag des Malergenies Jacopo Tintoretto (*1518/19 bis 1594 Venedig). In einer großen Sonderschau widmet sich das Kölner Haus erstmals dem hinreißenden Frühwerk des italienischen Meisters, der zu den produktivsten und einflussreichsten Künstlern aller Zeiten gehört.

Dafür holt das Wallraf zahlreiche kostbare Leihgaben aus den großen Museen, u.a. in Amsterdam, Budapest, London, Madrid, Mailand, Rom, Venedig, Washington und Wien, an den Rhein. Religiöse, allegorische, erotische Gemälde sowie Porträts des jungen Tintoretto kommen in dieser Ausstellung nicht nur erstmals zusammen, sondern begegnen auch verwandten Werken seiner künstlerischen Vorbilder und Konkurrenten wie zum Beispiel Andrea Schiavone und Paris Bordone. Ausgewählte Zeichnungen, Druckgraphiken und Skulpturen verdeutlichen darüber hinaus den weiten kulturellen Horizont des aufstrebenden und leidenschaftlichen Malers.

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Im Meer versunken - Sizilien und die Unterwasserarchäologie (12.10. - 11.3.2018, Bonn, LVR Rhein. Landesmuseum)

Die Unterwasserfunde der gesunkenen Schiffe vor Sizilien lassen Geschichten und Geschichte von weltumspannender Bedeutung lebendig werden. Sie erzählen von einem über 3000 Jahre alten phönizischen Handelsschiff, über die punischen, römischen und ägyptischen Schiffe der Schlacht bei den Ägadischen Inseln 241 v. Chr. bis hin zu einem byzantinischen Handelsschiff mit kostbarer Kirchenausstattung.

Zum Schutz und zur Erforschung der Unterwasserfundplätze rund um Sizilien wurde in Palermo eine weltweit einzigartige Institution gegründet: Die Soprintendenza del Mare. Mit neuesten archäologischen und naturwissenschaftlichen Methoden erforscht und sichert sie die Unterwasserfundplätze rund um Sizilien. Hier begegneten sich, wie sonst nirgends in dieser Dichte, über Jahrtausende die Kulturen Europas, Asiens und Afrikas. Phönizier, Griechen, Römer, Araber und Normannen, sie alle prägten mit ihren Schiffen die Welt des Mittelmeeres.

Die Ausstellung stellt nicht nur die Hochkulturen selbst, sondern die Protagonisten, die den vielbeschworen Dialog der Kulturen im Mittelmeer überhaupt erst ermöglichten, in den Mittelpunkt: Die Seefahrer und ihre Schiffe. Mitmachstationen und moderne Medien geben einen einzigartigen Einblick in die oft spektakulären Methoden der modernen Unterwasserarchäologie. In Zusammenarbeit mit dem Allard Pierson Museum Amsterdam, dem Ashmolean Museum Oxford, der Ny Carlsberg Glyptothek Kopenhagen und der Soprintendenza del Mare, Palermo

 

 

Expedition Mittelalter. Das verborgene Museum Schnütgen (20.10.-28.1.2018, Köln, Museum Schnütgen)

Mit seiner großen Sonderausstellung lädt das Museum zu einer Entdeckungstour ein. In den thematisch gegliederten Bereichen gibt es vor allem Werke zu erkunden, die normalerweise nicht zu sehen sind, da sie in den Depots gelagert werden. Aus den reichen Museumsbeständen werden Objekte unterschiedlicher Gattungen gezeigt, von Goldschmiedekunst bis zu Figürchen aus Ton. Zu den verborgenen Kunstwerken zählen auch lichtempfindliche Textilien, die sonst nicht permanent gezeigt werden können, allen voran die berühmte „Anno-Kasel“.

Das Messgewand aus byzantinischer Purpurseide aus der Zeit um 1000 stammt aus dem Grab des großen Kölner Erzbischofs Anno (1056–1075), der im 12. Jahrhundert heiliggesprochen wurde, und ist somit liturgisches Gewand und Reliquie zugleich. Die „Expedition“ wird durch verschiedene Gebiete verlaufen, in denen sich Erwachsene, Kinder und Jugendliche ihre eigenen Routen wählen können, und ist eine Einladung zum selber Entdecken.

 

 

Die humane Kamera. Heinrich Böll und die Fotografie (1.9.-7.1.18, Köln, Museum Ludwig)

Anlässlich des 100. Geburtstags von Heinrich Böll hinterfragt das Museum Ludwig in seinen neuen Fotoräumen Bölls Verhältnis zur Fotografie und dem Fotografieren – als Person des öffentlichen Lebens, als Gegenstand seiner Betrachtung, als Hilfsmittel für sein literarisches Schaffen und als Motiv in seinen Schriften. Ein Jahr nach Heinrich Bölls Tod, im Jahr 1986, eröffnete das Museum Ludwig im neu errichteten Gebäude. Die Adresse lautet: Heinrich-Böll-Platz. In der Sammlung Fotografie des Museum Ludwig befinden sich zahlreiche Werke, die Heinrich Böll zeigen. Denn als Autor war er selbst begehrtes Motiv der Fotografen. Zu Lebzeiten erschienen zwei Bildbände seiner Porträts, aufgenommen u.a. von Heinz Held. Zu ihm unterhielt Böll eine Freundschaft und ließ sich von ihm auch im privaten Umfeld ablichten, eine durchaus bemerkenswerte Ausnahme, da Böll eher kamerascheu war. Aus dem Nachlass Heinz Helds wird erstmals eine Auswahl seiner Porträts von Böll präsentiert. Anhand von etwa 35 Exponaten aus Bildern, Büchern und Texten wird die vielfältige Auseinandersetzung Bölls mit der Fotografie gezeigt.

In Fotobildbänden erschienen jedoch auch immer wieder Texte von Heinrich Böll, neu verfasste oder wiederverwendete, so zu Chargesheimers Unter Krahnenbäumen, Im Ruhrgebiet (beide 1958) oder Menschen am Rhein (1960). 1964 publizierte Böll im Katalog zur Weltausstellung der Fotografie den Text Die humane Kamera.

Darin formulierte er eine Moral der Fotografie: „Wenn technisch perfektes Photographieren in jedermanns Hand gegeben ist, ist Orwells Großer Bruder ja fast allgegenwärtig. (…) Der Sinn dieser Ausstellung könnte darin liegen, Nachdenklichkeit gegenüber dem Photographieren zu erwecken.“ Das Humane, das Menschsein – darin liegt Bölls Interesse in der Literatur wie in der Fotografie. Denn eines sagt er klar: „Ich mache mir nicht viel aus Pracht-Fotobänden.“ Das Sehen war für ihn der zentrale Sinn, um sich die Welt zu erschließen: „(…) ein gutes Auge gehört zum Handwerkszeug des Schriftstellers“ heißt es im Bekenntnis zur Trümmerliteratur (1952). Für seinen Roman Frauen vor Flusslandschaft (1985) bat Böll seinen Sohn René um Fotografien ausgesuchter Orte in Bonn, die dann im Roman beschrieben werden. Aufnahmen und entsprechende Textstellen werden in der Präsentation zusammengeführt.

Bölls Verhältnis zur Fotografie kommt ebenso in seinen Romanen und Geschichten über Fotografen und Fotografien zum Ausdruck. Als Motiv und Metapher taucht die Fotografie wiederholt auf, besonders prägnant in Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral (1963).

 

 

MIRÒ – Welt der Monster (3.9. -28.1.18, Brühl, Max Ernst Museum)

Die Ausstellung rückt das weniger bekannte bildhauerische Schaffen des weltberühmten katalanischen Malers, Grafikers und Bildhauers Joan Miró in den 1960er und 70er Jahren in den Fokus. In dieser intensiven Schaffenszeit entstanden zahlreiche Bronzen, die das Herzstück der rund 70 Werke umfassenden Sonderausstellung bilden.

Die bis zu drei Meter hohen Bronzeplastiken stehen in der Ausstellung in unmittelbarem Dialog mit ausgewählten großformatigen Gemälden und Arbeiten auf Papier und erlauben verblüffende Einblicke in das auf alle Gattungen übergreifende Schaffen des in Barcelona geborenen Künstlers. Miró nutzt für seine Plastiken Fundstücke, ausgediente Gegenstände des ländlichen Lebens oder Abfallprodukte, die er zu monströsen, fantastischen Figuren kombiniert und anschließend in Bronze gießen lässt.

Einige von ihnen sind farbig bemalt. Für Miró bevölkern sie eine „wahrhaft traumhafte Welt lebender Monster“. Ein besonderes Ausstellungserlebnis für die Besucher bietet „Miró 2.0“, das u. a. in Kooperation mit dem Cologne Game Lab der Technischen Hochschule Köln realisiert wird.

 

 

 

Im Spielrausch. Von Königinnen, Pixelmonstern und Drachentötern (19.8.-4.2.18, Köln, Museum für Angewandte Kunst)

Die Welt des Spielens ist voll von Sieg und Niederlage, Jagd und Verfolgung oder Rätsel und Eroberung. Avatare, Puppen sowie Spielfiguren agieren als Stellvertreter auf Bildschirmen, Bühnen und Brettern und erlauben uns als Spielende Freiräume und Superkräfte. Die Ausstellung „Im Spielrausch“ präsentiert die kulturelle Verortung von Spielen, ihre Funktion ebenso wie ihre historische Entwicklung anhand real erfahrbarer Exponate wie Masken, Puppen, Spielfiguren, Spielfeldern, Screenshots, Trailern, Requisiten oder Textbücher.

Durch die Gegenüberstellung in sechs thematisch unterschiedlichen Levels, wie z.B. Verwandlung & Verkörperung, Rausch & Exzess oder Welten & Gegenwelten entsteht ein erlebbares Spannungsfeld innerhalb der verschiedenen Spielwelten. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Institut für Medienkultur und Theater sowie der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln.

 

 

 

Die Zisterzienser (29.6.-28.1.2018, LVR-LandesMuseum Bonn)

650 Klostergründungen der Zisterzienser in 150 Jahren: Im Rheinland, in der Eifel und im Westerwald errichten sie kurz nacheinander die Abteien Kamp (1123), Altenberg (1133), Himmerod (1134), Heisterbach (1192) und Marienstatt (1212), die zu den frühesten Gründungen außerhalb Frankreichs gehören. Mit über 200 kostbaren Ausstellungsobjekten aus ganz Europa erzählt die Ausstellung die Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Ordens.

Vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts durchdringt der sogenannte Konzern der Weißen Mönche wie ein Netzwerk den Kontinent und entwickelt sich zu einem der mächtigsten Verbände der Christenheit. Die Ausstellung konzentriert sich auf die mittelalterliche Blütezeit des Ordens.

Zahlreiche Objekte wurden eigens für die Ausstellung restauriert und machen zusammen mit Modellen, CAD-Rekonstruktionen, Medien- und Mitmachstationen die Klosterwelt Raum für Raum mit allen Sinnen erlebbar.

 

 

 

Heiter bis wolkig. Naturschauspiele in der niederländischen Malerei (1.6.-5.2.18, Köln, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud)

Unter dem Motto „heiter bis wolkig“ zeigt das Wallraf zwanzig „Himmelsbilder“ von Meistern wie Cuyp, van der Neer, Ruisdael oder Goyen. Im späten 16. Jahrhundert begannen die niederländischen Maler damit, den Himmel nicht mehr nur als Hintergrundkulisse zu nutzen, sondern verwandelten ihn in eine große Bühne, die bis zu 80 Prozent der Leinwand einnahm. Auf ihr ließen sie dann spektakuläre Naturschauspiele stattfinden. Wetterleuchten, Wolkenwirbel oder Sonnenglut faszinierten das Publikum. Gleichzeitig konnten die Künstler damit ihre Gebirgs-, Wald- oder Flusslandschaften in unterschiedliche Stimmungen versetzen. Dafür beobachteten sie die jeweiligen Wetterphänomene ganz genau und zwar schon lange bevor sich die Wissenschaft damit beschäftigte.

Bild: Aelbert Cuyp, Dordrecht 1620 – 1691 Dordrecht, Gewitter über Dordrecht, um 1645, Eichenholz, Stiftung Sammlung E.G. Bührle Zürich, Inv.Nr. 149

 

 

 

 

Bonner Hauptbahnhof: Eröffnung der längsten Open-Air-Kunstgalerie Bonns auf Gleis 1

Glitzer, Glamour und ein Flirt mit dem Pop: Es wird glamourös am Bonner Hauptbahnhof. Denn dort wurden jetzt in Kooperation mit dem NRW Forum Düsseldorf einzelne Werke der Ausstellung „Bling Bling Baby!“ präsentiert. „Die längste Open-Air-Kunstgalerie Bonns“ entführt die Reisenden bis voraussichtlich Ende April 2017 in einen bonbon-artigen, surrealen, glitzernden und unerhört frischen Kosmos.

Von Glam Fashion bis zur Naturpoesie, von der ironischen Inszenierung bis zum Pop-Porträt – die präsentierten Werke von Stars wie David Drebin, Martin Schoeler oder Esther Haase („Miami Nice“, Bild) sollen den Aufenthalt am Hauptbahnhof zu einem Erlebnis machen und die Zeit während der Baumaßnahmen zur Hallendachsanierung im Rahmen der Modernisierungskampagne #1von150: Moderne Bahnhöfe für NRW verkürzen.

 

 

 

Der andere Blick – Michelangelos Fresken (Odysseum Köln)

Vier Jahre seines Lebens hat Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle in Rom auf einem Gerüst verbracht, um der Nachwelt einen der größten Kunstschätze der Welt zu hinterlassen. Wer diesen Ort schon einmal besucht hat, weiß um die unglaubliche Wirkung der Deckenfresken. Wem dies bisher nicht vergönnt war, der kann ab 17. Juni 2016 die Meisterwerke der Sixtinischen Kapelle in Form von spektakulären Reproduktionen im Odysseum Köln bewundern.

Von der Erschaffung Adams bis hin zum Jüngsten Gericht haben die Macher der Ausstellung eine Szenerie erschaffen, um dem Besucher einen wahrhaft  „anderen Blick“ zu ermöglichen. Die Ausstellung „Der andere Blick“ kehrt die Situation um. Auf dem Gerüst steht diesmal nicht der Künstler, sondern der Besucher … Bild: Die Erschaffung Adams (© Can Stock Photo Inc. / savcoco)

 

 

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Kelten im Rheinland. Die neue Schatzkammer (Dauerausstellung, LandesMuseum Bonn)

Die Ausstellung „Kelten im Rheinland“ lässt die versunkene Kultur der Kelten rund um den einzigartigen Grabschatz der keltischen Fürstin von Waldalgesheim wieder auferstehen. Präsentiert werden die Highlights der international bedeutenden Sammlung keltischer Objekte des LVR-LandesMuseums Bonn. Sie umfasst zigtausende Funde aus der Zeit zwischen 500 v. Chr. bis zu den Eroberungszügen Caesars im Rheinland 58 - 51 v. Chr. Zu den bedeutendsten keltischen Kunstschätzen der Welt gehören bronzene Trinkservice und außergewöhnlich verzierter Goldschmuck als Beigaben für die Ewigkeit aus den Fürstengräbern von Weiskirchen, Wallerfangen und Waldalgesheim. Im Umfeld dieser Gräber erinnerten steinerne, mit Gesichtern verzierte Monumente wie der Pfeiler von Pfalzfeld an die hier ruhenden wohlhabenden Kelten. Dieser Reichtum war durch den europaweiten Handel mit keltischen Erzeugnissen wie Mahlsteinen und farbigen Glasarmringen hart erarbeitet.

Die Ausstellung lüftet das Geheimnis rund um die hochentwickelte keltische Eisengewinnung und -verarbeitung und veranschaulicht diese beispielhaft. Auch Materialien, die nur selten erhalten sind und den Restauratoren ihr gesamtes Können abverlangen, spielen eine bedeutende Rolle in der neuen Präsentation: Holzgeräte wie das älteste Wagenrad des Rheinlandes, ein Spielzeugschwert und eine Wäscheklammer gewähren faszinierende Einblicke in das Alltagsleben der Kelten im Rheinland vor über 2000 Jahren. Ihnen ergeht es wie vielen Völkern Europas: Römische und keltische Waffen aus der Zeit der Eroberungskriege Caesars künden vom drohenden Untergang. 

Zwar stemmen sich die Kelten unter Ambiorix, König des keltischen Stammes der Eburonen, anfänglich erfolgreich gegen die Eroberung, doch am Ende müssen sie sich der Militärmaschinerie Roms geschlagen geben. Dennoch lebt die keltische Kultur an Rhein und Mosel für Jahrhunderte weiter. Die Eroberer aus Rom sind fasziniert von dem unterlegenen Volk und integrieren Elemente des täglichen Lebens, der Religion und der Kunst in die römische Kultur.

 

 

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Bonner Kleinod - das Frauenmuseum

Das Frauenmuseum wurde von Marianne Pitzen, der heutigen Direktorin, und einer Gruppe interdisziplinär arbeitender Frauen 1981 gegründet. Damals war das Museum einzigartig in seiner Form und heute ist es eine international anerkannte Institution.

In den nun schon über 400 themengebundenen Ausstellungen und umfangreichen Begleitprogrammen arbeiten Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen zusammen, dabei entstehen sowohl Einzel- als auch Gruppenausstellungen.

Neben der bildenen Kunst wird mit weiblicher Kreativität und Vielfalt auch Tanz, Musik und Literatur gefördert.

 

Das Ägyptische Museum

Das Ägyptische Museum besteht seit März 2001. Der Grundstock geht in das 19. Jahrhundert zurück und gehörte damals noch zur Antikensammlung der Klassischen Archäologie. Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Bestand durch zahlreiche Stücke aus verschiedenen Grabungen in Ägypten erweitert. Die rund 700 Objekte der Dauerausstellung, wie vergoldete Mumienmasken und Götterfi guren, vermitteln einen lebendigen Eindruck der Hochkultur und des Totenkults am Nil. 

www.aegyptisches-museum.unibonn.de

 

Die zehn weltweit populärsten Kunstmuseen bei TripAdvisor: die Klassiker vorne - Deutschland nicht vertreten

München (ots) - In Deutschland lebende Kulturfreunde müssen sich wohl oder übel auf Reisen begeben, wenn sie eines der zehn weltweit populärsten Kunstmuseen besuchen möchten. Dies gilt zumindest, wenn man die aktuelle Rangliste von TripAdvisor, der weltweit größten Online-Reise-Community, zugrunde legt. Diese basiert auf der Anzahl der Mausklicks für die Museen auf den Webseiten von TripAdvisor. Hier liegen die Klassiker auf den vorderen Plätzen, während man ein deutsches Kunstmuseum in der Top-Ten-Liste vergeblich sucht. Die gute Nachricht ist, dass jede der Heimatstädte der populärsten Kunstmuseen auf jeden Fall eine Reise wert ist - ob mit oder ohne Museumsbesuch. mehr

 

 

Botanischer Garten der Universität Bonn

Aus einem alten Renaissance-Garten hervorgegangen, nennt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn einen der schönsten und traditionsreichsten Botanischen Gärten Deutschlands ihr eigen.

Rund 8000 Pflanzenarten, also das Vielfache der in der Bundesrepublik natürlich vorkommenden Arten, werden auf 6,5 Hektar kultiviert.

Man nimmt heute an, daß es weltweit etwa 30 Millionen verschiedene Pflanzen- und Tierarten gibt; davon sind knapp 1,4 Millionen Arten bekannt und mit einem wissenschaftlichen Namen belegt. Die restlichen 95 % werden wir nie mehr vollständig kennenlernen: Die Zerstörung der Habitate (insbesondere der Regenwälder) schreitet schneller voran als eine Bestandsaufnahme möglich ist.

Und gerade hier, in der dringend notwendigen Erforschung der Vielfalt und Ökologie sowie des Schutzes von

 

 

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www.bonner-galerien.de - Bonner Galerien stellen sich vor

XWorks - Museen und Galerien im Rheinland - Kunst- und Kulturführer Köln/Bonn/Rhein-Sieg.

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